Spacetanks

Die Welt der Onlinegames
 


Die ‘Sport 2000′-Fußballgames

Autor: Daniel
abgelegt in: Sport

Sogenannte Werbegames werden immer populärer. Dem Beispiel von Coca Cola folgt nun auch die Sportfachgeschäftekette ‘Sport 2000′ mit ihrer Flashgamereihe zur Europameisterschaft 2008. Die Spiele sind zwar von oben bis unten mit Werbung vollgestopft, aber sie haben auch ihre guten Seiten: Sie machen Spass, sind komplett kostenlos und spornen dazu an, die Highscore zu knacken.

Als Motivationsschub hat sich Sport 2000 etwas ganz besonderes ausgedacht: Neben einer normalen Highscore-Liste gibt es auch eine Gesamtpunkteanzeige im Ländervergleich zwischen Deutschland und Frankreich. Das heißt im Klartext: Schießt ein Deutscher ein virtuelles Tor, erhöht sich dadurch die deutsche Gesamtpunkteanzahl. Bei Franzosen werden die erzielten Punkte zur französischen Punktesumme addiert. Momentan ist Frankreich zwar leicht im Vorsprung, aber wer weiß: Vielleicht sieht es ja in 2 Wochen schon wieder ganz anders aus. ;-)

FreerickAber kommen wir nun zu den eigentlichen Minigames. Neben einem Tippspiel gibt es davon momentan drei, ein weiteres ist in Arbeit. Die Spiele drehen sich, unschwer zu erraten, alle um Fußball, sind jedoch trotzdem relativ vielseitig. Im meiner Meinung nach interessantesten Game spielt man gegen fünf computergesteuerte Spieler aus fünf anderen Ländern im Jeder-gegen-Jeden-Prinzip. Jeder Spieler hat ein Tor und muss versuchen dieses zu verteidigen und gleichzeitig das runde Leder in die anderen Tore zu befördern. Wer am Schluss die beste Tordifferenz hat, ist Sieger. Die beiden anderen Spiele sind eher kleine Punktesammler für Zwischendurch. In einem der beiden muss man Elfmeterbälle versenken, in einem anderen ist es das Ziel, den Ball zentimetergenau in Löcher zu schiessen. Alle drei Spiele erfordern eine Menge Übung, möchte man es überhaupt in die Highscore schaffen.

Die ‘Sport 2000′-Fußballgames sind ein weiterer Beweis dafür, dass auch kommerzielle Werbegames kurzzeitig für jede Menge Spass sorgen können. Nebenbei versüßen sie einem das langwierige Warten auf die langersehnte EM 2008.


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Spielend reales Geld absahnen

Autor: Daniel
abgelegt in: Browsergames

Onlinecasinos waren lange Zeit die einzige Möglichkeit, sich in den Weiten des Internets echtes Geld zu erspielen. Doch seit wenigen Jahren taucht in der Browsergameszene immer öfter der Werbeslogan ‘Spiele kostenlos, gewinne bis zu 10.000€’ auf. Eindeutiger Vorreiter dieser Kampagne ist die Bigpoint GmbH, ehemals e-sport GmbH aus Hamburg, welche sich nicht zuletzt durch die von den Spielern erhofften Gewinnchancen zum größten internationalen Pionier der kommerziellen Browsergames etabliert hat.

Das Payment-System von XBlasterDie Erwartungen sind groß, loggt man sich zum ersten Mal in einen dieser angeblichen Goldesel ein. Die ersten Minuten bescheren Adrenalin und Spielspass, das Prinzip des Spiels ist schnell erlernt. Doch spätestens nach dem ersten Blick auf die Rangliste folgt die Ernüchterung: Platz 81.569. Klingt nach einem ganzen Brocken Arbeit, sich da hinaufzuarbeiten. Aber da, plötzlich leuchtet ein vielversprechender Banner auf: Kauf dir Credits und verschaffe dir so einen Vorteil gegenüber deinen Mitstreitern! 1000 Credits für einen Euro klingen ja auch garnicht mal so schlecht. Schnell ist das Handy gezückt, 2 SMS für insgesamt 4€ verschickt, 4000 Credits mehr auf dem Spielerkonto. So, jetzt kann’s endlich richtig losgehen. Die 4000 Credits sind sofort in bessere Ausrüstung verballert und es geht sogar spürbar ein wenig bergauf. Also folgt ein weiterer Blick auf die Rangliste: Rang 35.740. Autsch! Da liegt immernoch viel Arbeit vor mir. Eine durchgezockte Nacht später: Um 3000 Credits reicher. Das geht ganz schön auf die Substanz, da ist es doch viel rentabler, nochmal eben 10€ reinzustecken. Zwei Wochen später, insgesamt bereits um die 60€ in den Account investiert, verliert man langsam die Lust und hört auf zu spielen. Die ersten Plätze und damit auch die Geldgewinne sind nahezu unerreichbar, möchte man keine 500€ investieren, folgt die nüchterne Erkenntnis.

Nach dem beschriebenen Prinzip laufen die meisten der Browsergames aus dem Hause Bigpoint ab und obiges Handlungsschema lässt sich bei tausenden Spielern beobachten. Spieler, die lediglich auf den Geldgewinn aus sind, werden also zu 99,99 prozentiger Wahrscheinlichkeit enttäuscht. Man muss Bigpoint jedoch zu Gute halten, dass es immer freiwillig ist, echtes Geld zu investieren. Für Spieler, die einfach nur kostenlos ihren Spass haben möchten, sind die grafikintensiven Browsergames also weiterhin interessant. Möchte man allerdings auf der Rangliste hoch hinaus, kann der Geldbeutel unter Umständen enorm darunter leiden.

Besonders in der Fernsehwerbung spekuliert Bigpoint auf den Reiz, reales Geld zu gewinnen. Viele Fernsehkonsumenten haben zuvor noch nie ein Browsergame gespielt und fühlen sich deshalb ausschließlich von der Gewinnchance angezogen.


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Manch einer unserer älteren Leser mag sich vielleicht noch an die Zeiten erinnern, als die Werbespots im Fernsehen groß wurden, als die großen Firmen mit der Zeit die Medien voll ausschöpften, um ihre Produkte bestmöglich anzupreisen. Auch im Internet gibt es immer aufwendigere, animierte Werbebanner, die einem lustig, manchmal jedoch auch eher nervig aber dennoch einprägsam entgegenflackern. Doch nun scheint noch ein weiterer Trend aufzukommen: WerbeSPIELE!

Werbespiele mögen auf der einen Seite eine Folge der Kommerzialisierung des Webs sein, auf der anderen Seite aber auch das Resultat der immer leichter und schneller zu entwickelnden Onlinegames. Auf jeden Fall ist an großen Firmen wie Coca Cola oder verschiedenen Kasinobetreibern die Beliebtheit von kleinen Flashgames nicht spurlos vorrübergegangen. Man muss hier allerdings erst einmal zwischen zwei Arten von Werbespielen unterschieden: Da wären zum einen die ‘Miniwerbegames’, welche wie herkömmliche Werbeflächen im Content eingebettet werden. Entscheidend ist hierbei vor allem eine schnelle und simple Zugänglichkeit. Ein Beispiel wäre zum Beispiel ein Spielchen, in dem man per Mausklick 3 Bälle hintereinander einlochen muss und im Anschluss als ‘Belohnung’ automatisch auf einen Fußballmerchandiseanbieter weitergeleitet wird. Weitere häufig anzutreffende Beispiele sind das Unter-den-Tisch-Saufen eines Weihnachtsmanns durch schnelles Betätigen einer Taste oder Armdrücken mit eben demselben Prinzip.

Das COKE ZERO GAMEEs gibt aber seit neustem auch eine weitere Gattung von Werbegames: Werbespiele mit Handlung! Mag zwar absurd klingen, ist aber eine wirklich innovative Idee im Drögen Werbedschungel. Prominentester Kandidat ist das sogenannte COKE ZERO GAME. Es besteht aus vier aneinander gereihten Minigames, an deren Ende man an einem Gewinnspiel teilnehmen kann, bei dem man unter anderem Tickets zur UEFA Europameisterschaft gewinnen kann.

Auch wenn alle Werbespiele genau einen Zweck verfolgen, nämlich dem Spieler von seinem Werbeprodukt vorzuschwärmen, gibt es doch einige ganz gelungene Happen. Viele Werbegames, insbesonders das erwähnte COKE ZERO GAME, sind die 10 Minuten, die sie in Anspruch nehmen, durchaus wert.


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