Gastbeitrag von Leo
Ihr Computerexperten könnt über Browsergames und Escape Games Eure Hirne rauchen lassen, wie ihr lustig seit: Ich bleibe bei den klassischen Tower Defense Games! Ein besonderes Juwel dieser Gattung möchte ich euch heute vorstellen: GemCraft.
Heute möchte ich euch einen weiteren Strategie-Knüller vorstellen, der mir bereits unzählige langweilige Stunden versüßte. Die Rede ist von Feudalism, einem namentlich im Zeitalter des Feudalismus angesiedeltem Taktik-RPG. Kämpfen, Reisen und Erobern macht hier gleichermaßen Spass. Doch kann das Spiel auch auf längere Spieldauer überzeugen?
Im letzten Artikel berichtete ich bereits ausführlich über das Spiel Age of War. In diesem Artikel möchte ich nun das sehr ähnlich klingende und auch von der Aufmachung gar nicht so verschiedene Prince of War näher betrachten. Im Gegensatz zu Age of War spielt sich Prince of War im Story-Modus fast wie ein Rollenspiel, da man sich durch unzählige Dialoge sehr gut mit den Hauptakteuren identifizieren kann. Die Kämpfe jedoch sind Taktik pur - mit einem Hauch Action. Denn ohne Eingreifen des Helden würde so mancher Soldat auf Seiten des Spielers schneller ins Gras beißen, als es ihm lieb ist.
Doch zuerst einmal ein paar Takte zur (auf englisch erzählten) Story: Der Hauptprotagonist, in dessen Rolle man als Spieler schlüpft, ist der Prinz und rechtmäßige Thronfolger eines von den Orks attackierten Kleinkönigreichs, bestehend aus einer Stadt und den außenrum liegenden Ländereien. Die ersten Angriffe der Orks sind schnell abgewehrt, doch bald stellt sich heraus, dass die grünen Fantasywesen es eigentlich auf das Reich der Waldelfen abgesehen haben. Der warmherzige Held der Geschichte kommt natürlich nicht drumrum, den Elfen seine Hilfe anzubieten und schon ist er in ein tiefes Abenteuer verwickelt, welches so lange andauert, bis der letzte Funken des Bösen aus der Spielwelt vertrieben ist. Und das ist für ein Flashgame sehr lange.
Die Kämpfe, also die eigentlichen Missionen, sind zwar sehr einseitig, da sie vom Grundprinzip immer gleich bleiben, bleiben aber dank immer neuen Einheiten durchwegs spannend und abwechslungsreich. Im krassen Gegensatz zu der nach RPG anmutenden Story haben diese relativ wenig mit einem Rollenspiel gemeinsam - die Hauptaufgabe des Helden beschränkt sich darauf, seine Streitkräfte zu koordinieren und bei Verlusten neue anzufordern. Damit es bei längeren Kämpfen dennoch dem Spieler nicht langweilig wird, muss dieser auf einem von den Hauptstreitkräften getrennten Abschnitt schwächere Einheiten beseitigen. Bei Bedarf kann er natürlich auch seinen eigenen Einheiten zu Hilfe eilen - stirbt er dabei jedoch, ist der Kampf so gut wie verloren.
Insgesamt macht Prince of War spielerisch gesehen einen sehr guten Eindruck und zählt meiner Meinung nach momentan mit zum Besten, was die Flashgamewelt zu bieten hat. Einen einzigen Nachteil hat Prince of War allerdings: In der Regel spielt man es nur einmal durch, da es beim zweiten Mal auf Grund weniger Variationsmöglichkeiten schlichtweg keinen Anreiz zum Weiterspielen mehr gibt. Diesen Haken hat aber nicht nur Prince of War - den meisten Onlinegames geht es da nicht anders. Darum: Einmal sollte jeder echte Onlinegamer Prince of War durchgespielt haben! Es lohnt sich wirklich.
In den letzten Wochen berichtete ich hauptsächlich von Minigames wie man sie kennt - flotte Shooter für die Mittagspause, lustige Fun-Games oder Gehirnjogging a la Sudoku für Zwischendurch. Doch es gibt tatsächlich auch länger fesselnde Games in der Onlinespielewelt, meistens im Strategie/Taktik-Sektor, die dazu noch einen Heidenspass machen. Reisen Sie nun mit mir in Age of War von der Steinzeit in die Zukunft - kostenlos im Internetbrowser.
Age of War ist das in kürzerer Zeit durchspielbare der beiden Strategieknüller, die an für sich nur wenig miteinander zu tun haben. Eins haben sie jedoch beide gemeinsam: Eine liebevoll animierte Comicgrafik, welche die eigentlich technisch bedingt eher bescheidene Grafik fantasievoll aufbereitet und den Spieler noch tiefer in die Spielwelt eintauchen lässt. In Age of War lenkt man die Geschicke einer ganzen Zivilisation durch 5 Zeitalter der Menschheitsgeschichte. Angefangen in der Steinzeit geht es durch Barrock, Mittelalter und Neuzeit in ein futuristisches Zeitalter, in welchem elektronische Super-Soldaten die Keulenträger aus der Steinzeit abgelöst haben. In diesem finalen Stadium entscheidet sich schließlich in aller Regel auch das Spiel, nämlich welcher der beiden Spieler es schafft, die Basis des Gegners einzunehmen. Age of War verfolgt dabei eine eher außergewöhnliche Schwierigkeitskurve: Je weiter das Spiel fortschreitet, desto leichter wird es, desto weniger gibt es zu tun. So hat man in der Steinzeit noch seine liebe Not mit den gegnerischen Truppen, die stationäre Steinschleuder ist da auch keine große Hilfe. In den folgenden Zeitaltern kann man schließlich jedoch immer bessere Verteidigungsanlagen erwerben und benötigt bei geschicktem Agieren spätestens im 5. Zeitalter schon überhaupt keine Truppen mehr, um den Gegner auf Distanz zu halten. Nun heisst es: Sparen, bis man genug Geld für ein überwältigendes Überfallkommando zusammen hat. So das grobe Spielprinzip. Wie Sie sich genau durch die 5 Zeitalter kämpfen, bleibt jedoch weitgehend Ihnen überlassen. Beispielsweise besteht in jedem Zeitalter die Möglichkeit, seine Truppen aus verschieden starken und teuren Einheiten zu rekrutieren. Sie haben schon in der Steinzeit die Keulenschwinger satt? Dann heuern Sie doch einfach ein paar Dinosaurierreiter an! Genauso verhält es sich auch in den anderen Zeitaltern: In der Neuzeit besteht beispielsweise die Wahl zwischen Messerkämpfern, Infanterieeinheiten und Kampfpanzern. Doch ich möchte natürlich nicht zu viel verraten - es warten noch viele weitere Einheiten in den verschiedenen Menschheitsepochen darauf, entdeckt zu werden.
Insgesamt dauert das Spiel selbst im schwierigsten Schwierigkeitsgrad bei einem halbwegs geschickten Taktiker vor dem Bildschirm nicht allzu lange - mehr als 1,5 Stunden müssen Sie sicher nicht investieren. Doch die Zeit lohnt sich auf jeden Fall. Und wenn Sie nicht so auf Taktik-Spielchen stehen - im World Wide Web warten noch tausende weitere Spielchen auf Sie. Viel Spass.
Die Siedler von Catan oder aber auch die vielen für den PC erschienenen Siedler-Simulationen dürften den meisten ein Begriff sein. Aber dass es schon lange Imitate im Flashgame-Sektor gibt, ist weitgehend unbekannt. In der Mittagspause werden meistens flotte Shooter und lockere Klassiker bevorzugt. Dabei können strategische Aufbauspiele mindestens genauso unterhaltsam sein.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich euch gerne das Minigame Dotville vorstellen. Dabei dreht sich - wie der Name unschwer erahnen lässt - alles um Punkte (engl. Dots). Diese Punkte sind allerdings nicht etwa nervige Gegner in schnellen Jump-and-Run-Spielen, sondern gewöhnliche Menschen wie du und ich. Man kann zwar bei ihrem Aussehen nicht wirklich von Menschen sprechen, aber sie verhalten sich doch sehr menschlich: Sie essen und zahlen Steuern. Mehr muss man als Herrscher über das kleine Dorf auch nicht wissen. Es geht schließlich hauptsächlich um Gebäude und Soldaten. Ohne Einwohner kein Geld im Staatssäckel - diese Regel gilt allerdings auch in Dotville.
Zu Beginn des Spiels muss man als erstes Farmen bauen, um seine Dots zu ernähren. Denn nur satte Dots sind zufrieden und zahlen Steuern. Nach einer kurzen Aufbauphase kann man sich als nächstes an Marktplätze wagen. Sie ermöglichen einem den Verkauf von überschüssigem Getreide und den Kauf von Waffen, die man im späteren Verlauf noch für Verteidigungstruppen benötigt. Nebenbei verbessern die Marktplätze auch unmittelbar die Finanzen. Hat man sich somit eine solide Einnahmequelle verschafft, kann man nach Belieben Minen und Schmieden bauen, mit deren hergestellten Waffen man Soldaten ausbilden kann. Außerdem gilt es noch, den Berfried auszubauen - und das ist teuer. An Geld wird es im Spiel also immer mangeln.
Das ganze locker-leichte Gewusel hat aber auch einen Haken: Man hat für den Ausbau der Festung auf Maximalstufe nur 50 Spielrunden Zeit. Ist man beim Aufbau zu langsam, kommt man in den letzten Runden somit beim Ausbau des Bergfrieds gehörig unter Zeitdruck. Da nutzt dann alles Geld der Welt nichts mehr, da man pro Runde stets nur eine Stufe ausbauen kann. Gute Grundplanung von Anfang an ist also wichtig. Hat man sich eine einigermaßen gute Strategie ausgedacht, ist es jedoch kein Problem, das Spiel zu meistern. Eine viertel bis halbe Stunde Spielspass ist jedenfalls garantiert. Also: Ran an die Dots!
Das Prinzip ist genial einfach: Eine Strecke, meistens eine Straße oder ein Weg, zieht sich in mehreren Windungen von einer Ecke des Bildschirms zur anderen.
Im Verlauf des Spiels wandern hier die Bösen vom Startpunkt mit gleichmäßiger Geschwindigkeit auf den Zielpunkt zu. Je nach Setting sind das Ritter, Raumschiffe oder farbige Punkte, die Jungfrauen rauben, Planeten zerstören oder andersfarbige Punkte kaputt machen wollen. Das Ziel des Spiels: Die reisenden Pixelhaufen daran hindern, ihr Ziel zu erreichen.
Dazu platziert man Türme an der Strecke, welche die Eindringlinge unter Beschuss nehmen. Deren Ansturm ist meistens in Wellen aufgeteilt, mit jeder Welle werden die Angreifer etwas schneller und stärker. Die Punktzahl am Ende des Spiels bemisst sich darin, wie lange man durchgehalten hat.
Sogar in Blizzards “Warcraft 3″ gibt es ein Tower Defense Game als Bonuslevel. Außerdem existieren mittlerweile unzählige Tower Defense Games als Freeware im Netz, die sich sowohl im Setting als auch im Gameplay unterscheiden. So wechseln sich in anspruchsvolleren Varianten Bodeneinheiten mit Lufteinheiten ab und man muss entsprechend Luftabwehrtürme zwischen seine normalen Türme setzten.
Upgradefähige Türme, Blockademöglichkeiten auf der Strecke, sich zu neuen Türmen kombinierende Türme– es gibt wie gesagt eine ganze Menge Variationen des Grundprinzips. Das Video zeigt zum Beispiel Defender, eine ziemlich komplexe Variante, bei der man sich sogar den Weg, den die Gegner nehmen sollen, selbst zusammenbauen kann.
Egal ob komplex oder simpel: Tower Defense Games machen süchtig und vor allem einen Heidenspaß. Genau das Richtige in der Mittagspause.